Oktoberfest – Mini Laugen Burger

Da der gute Hausmann beschlossen hat, dass es kein Sommerloch gab, können wir einfach weiter machen… 😉

O’zapft is! Ein wenig blau-weiß angehaucht kam das Geburtstagsessen für die Allerliebste daher. Dabei war es eigentlich ein Apfelmenu… Apfel in jedem Gang. Schließlich muss die sehr reiche und gute Ernte des Jahres untergebracht werden 😉

Zur Vorspeise gab es die genannten Mini Laugen Burger mit Leberkäse und Apfel, als Hauptgang Schweinekrustenbraten mit Apfelsauce, Spätzle und Apfelrotkohl und als Dessert Erdbeereis mit Jasmintee-Apfel-Gelee.

DSC_1394-edit

Jausenplatte mit Mini Laugen Burgern und Tiroler Speck

DSC_1403-edit

Reste vom Schweinekrustenbraten ohne Kruste

DSC_1398-edit

Eis und Gelee mit Schokosauce

Die Mini Laugen Burger habe ich nach dem schnellen und sicheren Rezept für Laugen-Snäckis vom Brotdoc Björn gebacken. Leicht knusprig, schön fluffig und mit gutem Biss. Da mein Weizensauerteig noch recht frisch gewesen ist habe ich seine Menge verdoppelt und den Teig 30 Minuten länger gehen lassen.
Belegt sind meine „Burger“ mit süßem Senf, Leberkäse, frischem Apfel und Kresse. Eine schöne Kombi! Vor allem der frische Apfel und der süße Senf sorgten für ein Hallo bei den Mitessern. Statt Leberkäse kann ich mir auch sehr gut eine Scheibe Weißwurst darauf vorstellen. Vegetarisch könnte man ein schönes Stück Steinpilz auflegen.

DSC_1385-edit

DSC_1387-edit

DSC_1386-edit

Beim Umgang mit Lauge ist Vorsicht geboten! Sicherheit geht vor! Keins der Kinder ist in meiner Nähe, wenn ich damit hantiere. Und auch sonst sollte man umsichtig sein. Das fängt beim Anrühren schon an: erst das Wasser, dann die Säure, sonst passiert das Ungeheure! Bitte immer Schutzhandschuhe, eine Schutzbrille und eine Schürze tragen! Lauge kann ungeeignete Materialien angreifen und wirkt auf der Haut koagulierend, was Verletzungen nach sich ziehen kann. Die Gefahrenhinweise auf der Flasche sind ernst gemeint!

Zugegeben, ich habe jedes Mal ein wenig Schiss, wenn ich mit Lauge hantiere. Ich freue mich vielleicht auch deswegen besonders wenn der Teig seine Farbe bereits im Laugebad ändert. Mir gibt es ein sehr befriedigendes Gefühl, wenn die kleinen braunen Dinger aus dem Ofen duften. Und der Geschmack von Laugengebäck ist einfach unvergleichlich. Macht nicht den Fehler und versucht es mit einfachem Natron, das Ergebnis kommt echter Lauge nicht nahe. In der Apotheke an der Ecke bekommt ihr Ätznatron für ca. 10 Euro pro Kilo und der Apotheker eures Vertrauens füllt euch auch kleinere Einheiten ab. Die Spezialflasche kauft ihr einmal und lasst sie euch immer wieder befüllen 😉 Denn wer einmal mit Laugengebäck angefangen hat kann schon bald nicht mehr die Finger davon lassen!!! Hmmm, dicke saftige Butterbrezn… träum…

 

Das Rezept von Björn in leicht veränderter Form…

Zutaten für 1 Blech (24 Stück)

340 g Weizenmehl, 550er
40 g Weizensauerteig, direkt aus dem Kühlschrank
190 g Wasser
15 g Butter
4 g Hefe
8 g Salz

1l Natronlauge

Zubereitung

Alle Zutaten zu einem festen, glatten Teig verkneten. Dauer ca. 8-10 Minuten. Kein weiteres Wasser zufügen! Der Teig wird schon richtig! Den Teig abgedeckt 75 Minuten ruhen lassen.
500 g Teig abwiegen, auf die Arbeitsfläche geben und sanft flach drücken. In 2 rechteckige Teile von ca. 250 g teilen. Die Teile zylindrisch einrollen und zu Strängen von etwa 35-40 cm ausrollen (3-4 cm Dicke). Der Restteig kommt bei mir in den Kühlschrank und wartet auf das nächste Brot. Man kann daraus auch ein Brötchen für den Bäcker formen, laugen, backen und später dann alleine verspeisen 😉 🙂 😀

Die Stränge im Bäckerleinen einziehen und unabgedeckt für 90 Minuten in den Kühlschrank bei 5°C stellen. Es ist bezweckt, daß die Teiglinge etwas verhauten. Den Ofen auf 250°C vorheizen. Die Lauge herstellen und in ein längliches Gefäß (z.B. Glas-Auflaufform) gießen. Die Arbeitsfläche sollte Säure-/Laugebeständig sein, sonst abdecken.
Die einzelnen Stränge mit beiden geschützten Händen nehmen, in die Lauge tauchen und von allen Seiten benetzen. Vorsichtig arbeiten, um die Lauge nicht zu verspritzen. Den belaugten Strang auf ein Kunststoffbrett legen und mit einer Mohn-Sesammischung oder Hagelsalz bestreuen. Mit einem scharfen Messer vom Strang etwa 3 cm breite Stücke abtrennen und auf ein Silikon-Lochblech oder ein Blech mit Dauerbackfolie legen. Handelsübliches Backpapier hat bei mir auch schon funktioniert, kann aber evtl. von der Lauge angegriffen werden. Sobald das Blech gefüllt ist, ohne Schwaden in den Ofen einschießen und 10-15 Minuten bei konstanter Temperatur abbacken.
Die Snäckis sollten nicht allzu dunkel werden, bitte den Ofen im Auge behalten.

Vollständig auskühlen lassen und nach Belieben belegen oder einfach so vernaschen.

Vui Gaudi und a scheene Zeit auf da Wiesn
Guido

Advertisements

17 Gedanken zu “Oktoberfest – Mini Laugen Burger

    • Danke vielmals!
      Die Apfelsauce ist ganz einfach: 4 Äpfel, 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe in Butter anschwitzen und mit 1/4 Tl mildem Curry würzen. Mit 180 ml Wasser und 20 ml Apfelessig ablöschen und weich kochen. Pürieren und mit der Sauce vom Schweinebraten (ca. 300 ml) auffüllen. Am besten die Sauce vorab noch entfetten. Weitere 20-30 Minuten sanft köcheln lassen. Fertig! 🙂

      Gefällt mir

      • Ach lieber Guido!
        Das klingt so einfach!
        Aber hm, leider fürchte ich mich doch etwas davor!
        Aber vielleicht ist das wie mit dem Kelomat!
        Ewig habe ich mich nicht getraut diesen zu benutzen, und heute liebe ich ihn! 🙂
        Fein, dass es dir „soweit“ gut geht! Ich hoffe, dass das „soweit“ bald weg ist! ❤
        Viele liebe Grüße
        Maria!

        Gefällt 1 Person

      • Haha! Jetzt musste ich erstmal Kelomat googeln 🙂 Oh, ja, ein -wie sagst du – feines Gerät! Meiner ist leider vor zwei Jahren kaputt gegangen aber ich habe ihn geliebt!
        Naja, soweit es wenigstens in kleinen Schritten weiter geht ist halt soweit alles gut 😉 Danke, ich hoffe bei dir ist auch alles gut und du bist gut im neuen / alten Job angekommen!
        Liebe Grüße Guido

        Gefällt mir

      • Echt jetzt?
        Kelomat googeln?
        *schmunzel* *schmunzel*
        Ich dachte mir, dass das einfach Kelomat heißt, aber ja, das ist einfach ein Markenname! Also du bist entschuldigt! 😉 Ich hoffe, dass die kleinen Schritte weiter in eine schöne und feine Richtung gehen! ❤ Ja, danke, ich bin hier gut angekommen und freue mich sehr, mit Jugendlichen zu arbeiten! 🙂 🙂 🙂
        Hier kann ich eher meine Energie ausleben, sofern ich denn noch welche übrig habe! 😉
        Bis bald! 🙂
        Maria

        Gefällt 1 Person

      • Ja, wirklich 🙂 Bei uns heißt das einfach Schnellkochtopf oder Druckkochtopf. Wir Deutschen sind einfach gestrickt 😉 🙂
        Gerade heute ist es einen guten Schritt weiter gegangen 🙂
        Liebe Grüße liebe Maria
        Guido

        Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s