Grillzeit, Saucenzeit 1 – Bone Suckin‘ Sauce nach Nelson Müller

Oh ja! Wir lieben Grillen! Und damit sind nicht die kleinen Hüpferlinge gemeint 😀 Die besuchen uns jeden Spätsommer und belagern jedes Zimmer auf der Suche nach einem warmen Plätzchen für die Nacht. Ihr knallgrünes Gewand ist ganz hübsch anzusehen. Ich kann schon eine Weile damit verbringen ihnen dabei zuzugucken, wie sie sich an der Decke entlang hangeln. Aber bislang sind wir noch nicht dazu gekommen sie mal in die Pfanne zu schmeißen :))) Wer weiß… wer weiß… vielleicht mit dieser leckeren Sauce hier.

Eine gute Barbecue-Sauce kommt nicht ohne das passende Rauch-Aroma aus. Ich bin ein Verfechter der traditionellen Räucherung. Flüssigrauch und Raucharoma kommen dem guten Hausmann nicht ins Haus. Auch viele Räuchersalze sind auf diese Weise behandelt und fallen für mich daher aus. Also habe ich mir Pimenton de „la vera“ dulce (oder doux) besorgt. Ein edelsüßes Paprikapulver hergestellt aus über Eichenholzrauch getrockneten Paprikas. Du machst die Tüte auf und es riecht ganz wunderbar nach Lagerfeuer und Grillabend 🙂
Natürlich gibt es auch gute Räuchersalze, die ähnlich hergestellt sind und mit echtem Rauch behandelt wurden aber dem guten Hausmann sind 10€ für 35g Salz einfach zu viel!

Die Sauce von Nelson Müller habe ich also etwas abgeändert und das Räuchersalz ersetzt mit geräucherter Paprika und Meersalz. Und noch ein paar andere kleine Veränderungen habe ich vorgenommen. Nehmt sie her für Burger, Würstchen, Hühnchen, Steaks, zum Marinieren von Spareribs oder um Pulled Pork zu machen. Mein Rezept für Spareribs wird dieses Jahr sicher auch noch hier erscheinen. Kurz erklärt: im würzigen Fond vorkochen, marinieren mit Bone Suckin‘ Sauce und ab auf den Grill bis ’s g’schmackig aussieht.
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Zutaten
0,6 l Cola
7 El Tomatenketchup (ich verwende den von Kraft)
1 El Tomatenmark, dreifach konzentriert
3 El Senf
1 El Worcestersauce
2 El Balsamicosauce
1 El Apfelessig
3 El Akazienhonig
1/2 Zitrone
1 gestr. Tl Cayennepfeffer
1 geh. Tl Currypulver
1 El Paprikapulver, geräuchert
1 Tl Knoblauchsalz (Danke Nunu!)
1 gestr. El Pfeffer

Zubereitung
Die Cola einkochen auf ca. 175 ml und handwarm abkühlen lassen. Die Zitrone auspressen. Alle Zutaten vermengen. Fertig! Ja! Wirklich!

Die Mengen bei den Gewürzen sind selbstverständlich nach eigenem Geschmack zu variieren. Mir und einigen anderen Menschen schmeckt es aber sehr gut so! Wem die Sauce zu dünn ist gibt ein wenig mehr Tomatenmark hinzu. Zu dick -> Wasser 😉

Viel Vergnügen und immer heiße Kohlen
Guido

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13 Gedanken zu “Grillzeit, Saucenzeit 1 – Bone Suckin‘ Sauce nach Nelson Müller

  1. Die Cola beschäftigt mich auch, aber in erster Linie, ob du Erfahrungswerte hast, welche Marke am Besten taugt, schmecken ja schon unterschiedlich… Und als bekennender Coke-Zero-Junkie (mein Koffeinbedarf ist zu hoch für diese Zuckermengen *pfeif*), ob sich die kalorienfreien Varianten überhaupt eignen.

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    • Hehe, ich trinke Kaffee kannenweise, ohne Zucker 😉
      Hm, nein, ich habe keinen Vergleich. Ich nehme immer das rote Original mit der vollen Dosis Zucker. Ich weiß nicht, wie sich die Austauschstoffe beim Erhitzen verhalten. Wer weiß, was dabei für chemische Verbindungen entstehen??? Ich würde für diese Sauce einfach mal zwei 0,33 l Dosen kaufen und den Zucker in Kauf nehmen.

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      • Ah, da hat jemand mein schwäbisches Hausfrauenherz erkannt. 🙂 Und was den Kaffee angeht, den konsumier ich ja nebenbei auch, schwarz wie meine Seele, aber gerade abends brauche ich eher ein Kühles Schwarzes… oder zwei oder drei. Jetzt muss ich nur noch Freunde finden und sie zum Grillen einladen. 🙂

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      • 😀 😀 😀
        Wir Lipper sind da ja nicht anders 😉
        Wir wurden aus Schottland raus geworfen… wegen Geiz 😉
        Nein, wir sind geschäftstüchtig: wir drehen den Cent solange zwischen den Fingern, bis ein Draht draus geworden ist. Den biegen wir und verkaufen ihn als Büroklammer… für 5 Cent 😉

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  2. Au ja, auf die gegrillten Grillen bin ich jetzt schon gespannt 🙂 Auch ich bin ein grosser Freund von guter Barbecue-Sauce. Der Sommervorrat für 2015 ist allerdings noch nicht hergestellt. Ich versuche da gerne auch neue Rezepte. Und mit Cola habe ich in diesem Bereich noch nie gearbeitet – das könnte spannend sein! Pimentón de la vera hingegen ist mittlerweile fast schon ein Standart in meinem Gewürzschränkchen. Fürs Raucharoma habe ich daheim aber auch ein 100% natürliches Flüssigprodukt, mit dessen Qualität ich eigentlich ganz happy bin…

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    • Mal sehen was ich im Spätsommer so grillen werde 😀
      Hm, bei deinen Qualitätsansprüchen muss ich direkt mal nachfragen um welchen Flüssigrauch es sich denn handelt, das klingt nach einer Alternative. Hickory womöglich noch?
      Liebe Grüße Guido

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