Paella oder wenn alles zusammen passt

Lust auf gute Gefühle? Lust auf guten Geschmack?
Dann bleib ein bisschen hier, setz Dich her und lass uns gemeinsam für alle was kochen. Nimm Platz, bitte.
Sooooo, hier sind Zwiebeln und Knoblauch, bitte schälen und schneiden 😀 😀 😛

Schon lange hatte ich einen Jieper auf Paella.
Jieper? Ach so, ja, also Verlangen, Wunsch, einen Hunger drauf. Und da sagt man hier halt einen Jieper haben zu 😉 Es geht auch Jipper oder, wenns nordischer sein soll Gipper. Seit vor einiger Zeit mal eine Werbung für K*nderriegel lief, wo man einen Jieper auf was Süßes hatte sagen die meisten aber Jieper. Aber zurück zur Paella.

Wie gesagt, gedacht habe ich schon lange dran aber am Freitag beim einkaufen lag es förmlich vor mir… frisches Essen aus der Resteverwertung heraus. Einiges an etwas müden Gemüsen lag noch Zuhause rum und über Kaninchen und Garnelen stolperte ich im Angebot… für mich war klar, es gibt Paella. Nun gut, den Anderen zuliebe habe ich das Langohr noch gegen ein Huhn getauscht. Das Rezept funktioniert aber wunderbar mit Karnickel! Wie so oft, kann man Huhn und Klopfer 1:1 austauschen.

Einen sehr sehr sehr sehr schönen Nebeneffekt beim Essen finde ich hier, das mal wieder ein ganzes Tier verwertet wird. Vom Kaninchen kommt nix weg, beim Hühnchen gerade mal der Bürzel. Und durch die Resteverwertung ist danach viel Platz in der Küche… Platz frisches zu kaufen 🙂

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Zutaten für 4-6 Personen
1 Huhn (Poularde ~ 1,6 kg)
1/2 Sellerie
1/2 Stange Lauch
3 Zwiebeln
10 Knoblauchzehen
1 rote Paprika
3 Möhren
500 g Reis (Rundkorn – Paella-, Risotto- oder Milchreis)
250 g Garnelen
1 kleines Päckchen Safranfäden (0,1 g)
2 Tl Curry
1 Tl Kräuter der Provence (von Sonnentor wegen dem hohen Anteil Rosmarin) oder frisch: Rosmarin, Thymian, Salbei, Lavendel
1 Tl Paprika, edelsüß
Salz
Pfeffer, gemahlen und 15 Körner
6 Pimentkörner
3 Wacholderbeeren
Olivenöl

Zubereitung
Das Huhn zerlegen in Unterkeulen, Oberkeule mit Rücken, Flügel, Brüste. Die Haut überall dran lassen. Die Brüste nochmal halbieren. Würzen mit Curry, Salz und Pfeffer.

Die Reste vom Huhn mit der Hälfte von Sellerie und Lauch, 1 Möhre, Ingwer, 1 Knoblauchzehe (ungeschält), 2 Zwiebeln (ungeschält, halbiert), Pfeffer- und Pimentkörnern, Wacholderbeeren und 1 Tl Salz in Wasser für ca. 30 Minuten köcheln.

Ind dieser Zeit:
Den Safran mit ca. 100 ml warmem Wasser aufgießen.

Das restliche Gemüse, Zwiebeln und 3 Knoblauchzehen fein schneiden (etwa 5 mm – Jardiniere).

Die Hühnerteile auf mittlerer Hitze in 2 El Olivenöl von allen Seiten anbraten und halb durchbraten. Erst die Keulenstücke einlegen, dann die Flügel, die dicken Bruststücke und zuletzt die dünnen. Alles mit jeweils circa 3 Minuten Abstand. Beiseite stellen. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen.

Die Pfanne kurz auswischen, das Gemüse mit 2 El Olivenöl reingeben und glasig anschwitzen. Den Reis und weitere 2 El Olivenöl hinzufügen und für 3-4 Minuten weiter braten. Würzen mit Kräuter de Provence, Salz und Pfeffer, ablöschen mit dem Safranwasser und Hühnerbrühe, so dass der Reis gut bedeckt ist. In der Pfanne mit Deckel noch 5 Minuten weiter köcheln. Alles gut miteinander verrühren, so dass etwas vom Gemüse auch unter den Reis gelangt, sonst schwimmt das oben. Die Hühnerteile mit der Hautseite nach oben auflegen und mit Deckel für 15 Minuten in den Ofen.

In der Zwischenzeit:
Die Garnelen in 1 El Olivenöl zusammen mit den restlichen ungeschälten angestoßenen Knoblauchzehen kurz und scharf anbraten. Wer gute Qualität hat, kann diesen Schritt auch weglassen und gibt Garnelen und Knoblauch (dann allerdings geschält) einfach direkt dazu. Mit Salz, Pfeffer und dem Paprikapulver würzen.

Die Garnelen in die Mitte der Pfanne geben und alles bei offenem Deckel und eingeschaltetem Grill für weitere 5-10 Minuten im Ofen braten.

Dem aufmerksamen Beobachter wird aufgefallen sein, dass ich die Garnelen nicht in die Mitte gegeben habe. Dies ist nru dem Unstand geschuldet, dass Sohnemann sie nciht so gerne vermischt sieht und lieber einzeln haben wollte. Ach, bei so einer Kleinigkeit kann ich doch problemlos seinem Wunsch entsprechen auch wenn es anders schönere Fotos wären… ich koche ja für meine Familie, nicht für euch 😛

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Mit einem feinen Strahl bestem Olivenöl überträufeln, fertig!

 

Einen schönen Sonntag noch und viel Vergnügen
Guido

 

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5 Gedanken zu “Paella oder wenn alles zusammen passt

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