Zitronen-Pfeffer-Kräuter-Huhn

Sonntag = Festmahl?
Für wen geht die Gleichung auf?
Wir machen das nicht gerade oft, da ich am Sonntag selten Lust habe auf die Arbeit. Meist gibt es das große Essen am Samstag und am Sonntag dann die Reste. Aber nicht diesen Sonntag. Nein, nach auskurierter Magen-Darm-Krampferei wollte ich ein richtig schönes und auch leichtes Festessen! Was liegt da näher als Huhn? Richtig! Für uns NIX! Und dieses hier ist ein altes erprobtes Rezept, dass ich bestimmt zehn Jahre schon so mache! Leicht nachzumachen und gelingsicher! Probiert es aus! Unbedingt! Los! Wieso noch warten? LOOOOS! 😉

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„Das Huhn hat ja ein Ei!“ krähte meine Kleine bei diesem Anblick!!! Ich liebe sie!!!

 

Zutaten (für 4 Personen)
1 Huhn (genauer eine Poularde also circa 1,5kg)
Zitronen-Pfeffer (vielleicht 3 El, ich habe nicht drauf geachtet)
1 Stück Ingwer
2 Zehen Knoblauch
1 kleine Zwiebel
1 Schuß bestes Olivenöl
1 Zitrone
2 Blatt Salbei
1 großer Zweig Rosmarin (30 cm)
4 Zweige Thymian
2 geh. El Butter

Zubereitung
Das Huhn großzügig mit dem Zitronen-Pfeffer innen und außen würzen. Mit dem halben Rosmarinzweig, zwei Zweigen Thymian, Salbei, geviertelter Zwiebel (ungeschält), Knoblauch (ungeschält, aber angequetscht) und Ingwer (ungeschält) füllen und den Schuß Olivenöl dazu. Das Huhn im Plastikbeutel über Nacht in den Kühlschrank zum marinieren geben . Am besten zuerst auf die Brust legen und morgens auf den Rücken wenden. Circa eine Stunde vor dem Braten wieder raus nehmen.

Den Ofen auf 200 Grad Ober-Unterhitze vorheizen mit einem tiefen Blech auf der zweiten Schiene von unten.

Die Haut an der Brust des Huhns vom Fleisch lösen.
Den Dreiecksknochen entfernen.

Die restlichen Kräuter zupfen und fein hacken. Zusammen mit der Butter und 1 Tl Zitronen-Pfeffer vermengen und dem Huhn auf der Brustseite unter die Haut schieben. Die Zitrone mit einem spitzen Messer 10 oder 20 mal einstechen und in die Bauchhöhle stecken. Mit Zahnstochern oder anderswie das Huhn verschließen.

Das Huhn mit dem Rücken auf den Rost legen und direkt über das Blech schieben. Circa 100 ml Wasser auf das heiße Blech schütten und sofort den Ofen schliessen. Circa alle 10 Minuten nochmal 100 ml Wasser nachgießen. Spätestens, wenn alles Wasser verdampft ist 😉 Nach 40 Minuten den Ofen auf Grillfunktion schalten. Nach 10 Minuten das Huhn mit SEHR kaltem, gesalzenem Wasser übergießen und alles für weitere 10 Minuten backen lassen. Fertig! Naja fast, die Soße…

Das Huhn mit der Fleischgabel in den Popo pieken und den gesammelten Saft in das Blech ablaufen lassen. Vorsicht heiß und fettig. Das Huhn auf einer Platte zum Ruhen geben. Die auf dem Blech angebackenen und ansitzenden „Dinge“ abschaben und alles in einen kleinen Topf geben. Die Sauce evtl. entfetten und eindicken. Dazu 1 El Speisestärke in 3 El Wasser aufrühren und mit einem Schneebesen in die heiße Sauce rühren. Circa 1 Minute köcheln lassen und dabei das rühren nicht vergessen. Fertig! Jetzt wirklich!

Ach neee, da habe ich noch was vergessen…

Eine einfache Mischung für würzigen Zitronen-Pfeffer:

getrocknete Schale von 2 Bio-Zitronen
7 geh. El grobes Meersalz
4 gestr. El Pfefferkörner
1 gestr. El Senfkörner
1 geh. Tl Paprikaflocken

Alles in die Pfeffer-Mühle, den Mörser oder die Moulinette um es zur gewünschten Körnung zu bringen.
Um gleich etwas Säure hinzuzugeben und eine easy-peasy-sofort-verwendbar-Mischung zu haben noch zwei, drei Messerspitzen Ascorbinsäure (Vitamin C) hinzugeben.

Zu Geflügel und zu Fisch ein Gedicht! Aber Gemüse und Rindfleisch gehts auch gut!

Einen vergnüglichen Sonntag noch,
Guido

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5 Gedanken zu “Zitronen-Pfeffer-Kräuter-Huhn

  1. Mhhh! Mhhh! Das schaut sehr, sehr fein und klingt auch so!
    Und ja *grinsschmunzel*, die Henne hat ja ein Ei!
    Echt süß! ❤
    Das Huhn hat ja richtig "Pfäffar im Füdla" *hihi* und wenn ihr nicht auf das Huhn aufpasst, fehlen dem gleich die zwei Schenkel! 🙂
    Nein, neiiin, ich war`s nicht!
    GgG
    ( = Geheimnisvoll genüsslichschmatzende Grüße)
    Maria!

    Gefällt 1 Person

    • Knuffig die Kleine, ne?
      Ha! Von wegen! Die Schenkel sind immer als erstes weg… Sohnemann kann es kaum erwarten, dass ich den tranchiere… würde ihn am liebsten abreißen :-)) So schnell kannst du nicht gucken, geschweige denn mopsen 😉
      Was bitte ist Füdla??? Huhn ganz hinten?

      Gefällt 1 Person

      • Ja, die ist wirklich knuffig! 🙂
        Hm, da muss ich mich wohl geschlagen geben! Nichts mit stibitzen! 😉
        *schmunzel* *schmunzel*
        Ja, der Kandidat hat gewonnen! „Füdla“ = Huhn ganz hinten! 🙂 Und bei uns gibt es die Redewendung „die/der hat Pfäffar im Füdla“, was soviel heißt wie die/der hat Energie, ist spritzig, nicht auf den Mund gefallen, steckt voller Lebensfreude. Und das ist mir bei deinem Huhn eingefallen! *schmunzel* *lach*
        Und da hätte ich wirklich sehr gerne ein Stück, aber Herr Paulus ist nicht so der Hühnerfan, sprich er mag es überhaupt nicht, und ich sooo gerne. Aber für das Fräulein und mich ist es zu viel. Aber ich könnte es mal einfach nur mit Schenkelchen probieren! 🙂
        Gute Idee, Maria! 😉
        Danke Guido! 🙂

        Gefällt 1 Person

  2. Gewonnen!!! 🙂
    Pfeffer im A…. also Hintern hat bei uns die gleiche Bedeutung.
    Näää, nicht nur Schenkel, nimm lieber ein Stubenküken von 700 g oder ein kleines Brathähnchen mit 900 g und stecke eine Limone rein, das wird besser weil viel viel saftiger!
    Aber grundsätzlich ist die Idee gut 😉

    Gefällt 1 Person

  3. Pingback: Ein Frühlingstag in Paris | undiversell

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