Sahne-Karamell-Bonbons, die zum mopsen lecker sind

Vor einer ganzen Weile schon, beim rumliegen und meine Brüche auskurieren im September, klapperte ich diverse liebgewonnene Blogs ab, auf der Suche nach Inspiration. Durch die Wogen des Datenmeeres surfte ich an den Strand von snuggs kitchen und fühlte mich sofort inspiriert von ihrem Blog-Event „Kindheitserinnerungen„. Danke Sandra. Jetzt endlich habe ich es geschafft und mich mal in aller Ruhe hingesetzt und die Idee zu diesem Beitrag in Worte gefasst. Zu dem Event habe ich es zwar nicht mehr damit geschafft aber wirklich wichtig ist mir auch nur diese meine Erinnerung aufzuschreiben.

Eine ganz besondere Erinnerung an meine Oma Friedel habe ich und möchte sie gerne teilen. Ich hatte das Glück, dass mein Ömiken ganz in unserer Nähe wohnte und häufig bei uns war. Sei es zum Mittagessen mit anschließendem Schläfchen oder am Nachmittag, den wir oft gemeinsam im Garten verbrachten. Mit über siebzig hat sie mit mir im Garten sogar Federball gespielt… ihr erstes Mal. Gern haben wir auch Boccia oder Kricket gespielt. Zur Weihnachtszeit saßen wir mit der ganzen Familie in der Küche und „bemalten“ Kekse mit Zuckerguß. Oder Oma drehte den Fleischwolf für das Spritzgebäck. Natürlich hatte sie meiner Mutter immer wieder zu sagen gehabt was sie nicht richtig machte aber ich glaube, dass ist alte Menschheitstradition und ereilt alle irgendwann 😉 Nicht wahr Muttern, oder SchwiMu? 😉 🙂 Ich weiß ja, dass ihr mitlest 😀

Ein wirklich erinnerswertes und immer wieder gern gutmütig beschmunzelte, belächelte im Verhalten meiner Oma war allerdings: sie mopste sich bei meinen Eltern beim Kommen und beim Gehen immer einige Bonbons aus der Bonbonschale. Egal ob die Kiepe schon voll war oder nicht 😀 Manchmal regelrecht heimlich 😉 Man muss dazu sagen, dass sie nicht sonderlich gut darin war dies heimlich zu erledigen 😀 Auf jeden Fall, musste diese große Schale aus Messing auf der schweren Kommode aus Eiche immer gut gefüllt sein. Am besten sollte eine gute Auswahl vorzufinden sein, sonst gab es auch mal einen Kommentar seitens meines Ömikens, dass man wieder mal einkaufen gehen muss (s.o. 😀 ) War die Schale wirklich mal weniger gut gefüllt fand meine Oma trotzdem noch genug für Ihre Taschen. Hauptsache es gab überhaupt etwas zum schnucken. Mit ihren flinken kleinen Händen ließ sie es verschwinden.

Heute setzen meine Kinder mit Hilfe meiner Mutter diese Tradition fort. Sohnemann ist groß genug um selber an die Schüssel bei Oma und Opa zu kommen und wenn das Schwesterchen ihn lieb bittet kommt auch sie zu ihrer Portion. Oder sie hat Glück und die Schale steht am Rand, dann mopst sie auch ganz alleine welche. Meine Mutter pflegt die Schüssel gut und versorgt alle mit Bonbons. Ich nehme mir im Winter auch gerne mal ein Kräuterbonbon mit… NUR zu Omas Ehren 😉

Um meine leider schon seit Jahren verstorbene Oma Friedel wieder mal in unsere Mitte zu holen gibt es heute Sahne-Karamell-Bonbons. Ich will aber in keinster Weise an industrielle Waren erinnern, „die mir mein Großvater immer gab„. Nein, meine Oma war jemand Besonderes und bekommt die Bonbons mit dem besonderen Kick. Obendrauf gebe ich ein wenig gutes Salz um einen speziellen Touch reinzubringen. Und was glaubt ihr würde meine Oma sagen? So gute Bonbons habe ich ja noch nie gegessen! 🙂 ❤ 🙂 ❤ So wie die Gans zu Weihnachten jedes Jahr die beste war, die sie jemals gegessen hatte. Aber das ist eine andere Erinnerung, die ich vielleicht ein anderes Mal mit euch teilen werde.

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Das Rezept habe ich vor Jahren bei Martina & Moritz aus der Servicezeit Essen gesehen und schon etliche Male gekocht und auch verschenkt. Ich habe sogar noch eine Online-Version gefunden… das Netz vergisst nicht!

Zutaten für 35 Bonbons:

  • 300 g Sahne
  • knapp 1/2 TL Salz (1,5 g)
  • 375 g Zucker
  • 75 g Butter
  • 1 TL Fleur de sel

Zubereitung:

Sahne mit Zucker in einem Topf gründlich verrühren und schnell zum Kochen bringen. Die Masse sprudelnd kochen lassen auf circa 2/3 Hitze, anschließend salzen. Unbedingt einen hohen, großen Topf dafür nehmen, da es leicht überkochen kann. Nicht aufhören zu rühren!

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Wenn der Karamell milchkaffeefarben geworden ist, den Topf von der Hitze nehmen und die Butter einrühren. Ich nehme kalte Butter, damit ein knusprigeres Karamell entsteht, dass eher bröselt und nicht lange Fäden zieht.

Edit:
Wer aus den Bonbons Fudge machen möchte stellt jetzt den Topf nochmal für 2-3 Minuten auf den Herd. Die Masse verändert alsbald die Struktur. Dann noch eine halbe bis ganze Minute weiter köcheln und in die Form gießen.
ENDE Edit

Um zu prüfen, ob die Masse die richtige Konsistenz hat, etwas davon mit einem Löffel herausholen und in kaltes Wasser geben. Es sollte sich dann so anfühlen, wie man die Bonbons haben will: so weich, dass sie auf der Zunge schmelzen – auf keinen Fall zu hart. In diesem Fall einen Schuss Sahne, eventuell sogar ein weiteres Stück Butter hinzufügen!

Den Karamell in eine mit Alufolie ausgelegte normale Kuchenform die am Boden eine Fläche von ca. 8 x 26 cm hat gießen. Es geht auch mehrere Schichten Alufolie auf Maß zu falten, das reicht auch.

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Abkühlen lassen. Sobald die Oberfläche sich eben fest anfühlt, ein paar Krümel gutes Meersalz oder Fleur de sel auf jedes Bonbon setzen und leicht andrücken. Bevor die Masse zu hart dazu geworden ist, in Bonbons schneiden. Sollte der Karamell beim schneiden am Messer kleben, hilft es dies mit Öl einzureiben. Einzeln in Zellophan wickeln.

In einer schönen Glasschale oder einer eleganten Dose verschenken.
Es geht aber auch sie einfach selber zu vernaschen und dabei an einen lieben Menschen zu denken 😀

Einen Event möchte ich aber noch mitnehmen und zwar Zorras Rezepte für die Figur.

Blog-Event CIV - Rezepte fuer die Figur

Viel Vergnügen, viele gute Erinnerungen
Guido

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25 Gedanken zu “Sahne-Karamell-Bonbons, die zum mopsen lecker sind

  1. Lieber Guido!
    Ömiken ist ja ein wunderbarer Name für die Oma! 🙂
    Und die Geschichten über Omas sind sowieso immer wunderschön!
    Bezüglich deiner Bonbooo … äh Fudge (Wie geht da die Mehrzahl?) , Fudges kann ich nur sagen: „Wie gerne hätte ich jetzt da eines!!!(Oder mehr!)“
    Ganz liebe Grüße und noch einen wunderschönen Abend!
    Maria

    Gefällt 1 Person

  2. Moin moin,ich hab geträumt heut Nacht vom Oemichen das in der Tür steht und sich schmunzelnd mit Wegeproviant versorgt. Hast Du wwirklich toll aufgeschrieben. Ich hab herzlich gelacht beim lesen. Schade, dass DEine ‚BOnbons schon alle sind,meine wurden doch zu fest.HAttet Ihr einen schönen Abend? Uebrigens: die Schale ist wieder voll! Euch allen einen schönen Tag Muttern

    die Schale ist wieder voll viel Spaß heute tschüss Muttern

    Gefällt 1 Person

    • Ja, süß, wie sie immer wieder da stand und sich mit Leckereien versorgte, oder? Schön, dass du meine Erinnerung teilst, vor allem das Lachen dabei 🙂 Heute können die Zwerge die Schale ja wieder plündern 😉 🙂
      Liebe Grüße
      Guido

      Gefällt mir

  3. So eine Schale hätte bei uns eine Halbwertszeit von 10 Minuten!!!
    Klingt köstlich & ich melde mich auch an für ein Guido-Leckereien-Päckchen!!! Warum immer auf Weihnachten warten?
    Wir könnten mit Marie einen Gruss aus der Küche Tausch machen…
    Liebe Grüße
    Nunu

    Gefällt 2 Personen

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