Roggenvollkornbrot oder wie gefährlich es sein kann wenn der Postbote zweimal klingelt

Oh Mann, das ist  eindeutig der längste Titel eines meiner Blogeinträge und es gibt jawohl mal gar keinen Zusammenhang zwischen beidem. Naja, obwohl, ja doch, es gibt einen, AAABER… Vielleicht sollte ich zwei Artikel schreiben? Ich verspreche, dass ich das aufklären werde.

Als zweites muss ich feststellen, dass ich schon wieder ein Brot verblogge. Da warten doch noch das selbstgemachte Apfelmus, die beste Chicken Wings Marinade, Tomatencreme, Schafskäsecreme und andere auf ihre Vertippung und ich schreibe schon wieder über das täglich Brot.  Es ist allerdings auch ein echt lecker schmecker Brot!

Die Allerliebste hat mich mit ihrem Brotwunsch letztens echt geschockt: es sollte ein 100% Roggenbrot her. Und das aus ihrem Mund? Aus dem Mund, aus dem wieder und wieder der Wunsch nach dem flauschig fluffig wollig weichen Weißbrot der Kaufland-Backmischung kommt? Wahnsinn! Da dachte ich mir, könnte ich ihr auch gleich 100% Roggenvollkorn andrehen. Seit Tagen schon lachte mich nämlich bei ketex das Roggenvollkornbrot nach Dietmar Kappl an. Es schreckte mich bislang nur die lange Quellknetung ab, da ich mit dem Handrührer knete und ich somit also insgesamt 30 Minuten das Gerät in der Hand rödeln lassen muss. Aber was tut man nicht alles für die Liebe (und ein kerniges Brot 😉 )?

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NIE WIEDER MARGARINE ALS TRENNFETT!

wpid-dsc_0176.jpgDer erste Backversuch war keiner, es war gleich ein Backerfolg. Wenn man davon absieht, dass das Brot unten an der Form kleben blieb… Das Brot schmeckt wunderbar kräftig und ist trotzdem geeignet für süßen Aufstrich, da zumindest Marmelade sich mit der Säure gut ergänzt. Wer das Brot gut ausreifen lässt wird belohnt mit einem durch und durch runden Geschmack, wie es sich für ein Roggenbrot gehört. Also bloß nicht zu früh anschneiden! Mindestens sollte das Brot über Nacht Zeit zum auskühlen und durchreifen haben.

Das Rezept für die 1-kg-Form könnt ihr bei Gerd nachlesen – der Link oben führt euch dahin. Ich habe beim zweiten Backen nur die Teigbearbeitung verändert, wobei sich das Ergebnis nur wenig vom Original unterscheidet mit allerdings weit weniger Aufwand. Das Mehl bekommt Zeit zum Quellen auf eine andere Art und Weise, die nun folgt…

Den Hauptteig mit allen Zutaten außer der Hefe herstellen, für 5 Minuten kneten und für 20 Minuten stehen lassen. Die Hefe hinzugeben und erneut 5 Minuten kneten und den Teig weitere 20 Minuten stehen lassen. Danach den Teig formen, wie beschrieben und das Brot gemehlt in der Form abgedeckt im Keller für 3-4 Stunden gehen lassen. Hierbei geht das Brot auf, die Gärrisse zeigen sich und es hat genügend Zeit zu verquellen. Zugegeben, die Säure im Brot wird ein wenig spitzer. Der Unterschied wird aber nur im direkten Vergleich besonders feinen Zungen auffallen.

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Der zweite Versuch

wpid-dsc_0404.jpg  Auch das Backen erledige ich auf andere Art, das ist allerdings meinem Ofen geschuldet. 25 Minuten bei 250 Grad Ober- Unterhitze und 45 Minuten bei 200 Grad. Mit der Kastenform von ketex habe ich dann eine knusprige Kruste und brauche das heiße Brot nicht aus der Form zu nehmen um es im Ofen nachzubacken.

Und was hat das jetzt mit dem Postboten zu tun wird sich der aufmerksame Leser jetzt fragen? Also mit dem Film hat das nix zu tun. Vorgestern klingelte der Postbote bei uns (nur er konnte es sein zu dieser Zeit) und ich rannte los um zu öffnen. Als ich auf dem Weg war klingelte er ein zweites Mal. Jaja, unsere Wohnung ist soooo groß, der Weg aus dem Ostflügel war so lang, dass der Postbote schon ungeduldig wurde 😀 Nein, ich war nur gerade anderweitig beschäftigt und musste das beenden. Beim zweiten Klingeln erschrak ich dermaßen, dass ich durch den ganzen Körper zuckte und dabei mit meinem rechten Fuß am Türrahmen hängen blieb. Mit dem Ergebnis, dass die beiden kleinsten Zehen rechts nun gebrochen sind. AUA! Na warte Postbote, wenn du wieder kommst! Der lachte mich nämlich ganz dreckig an und meinte, ich sollte mich wegen so einem kleinen Rempler nicht anstellen als er mein schmerzverzerrtes Gesicht gesehen hatte.

Aber ich will mich am positiven festhalten. Dieses Brot zum Besispiel geht immer noch zu backen, da ich nicht lange dafür in der Küche stehen muss. Ich werde also in der nächsten Zeit etwas mehr Zeit für den Blog finden und einige Rezepte und Berichte verfassen, die im Alltag untergegangen sind (s.o.). Die ersten Gedanken für eine Rezepte-Serie habe ich mir auch schon gemacht: Ein-Huhn-Rezepte. Rezepte, die man aus einem ganzen Huhn herstellen kann. Was genau es damit auf sich hat werde ich schon balb bekannt geben, ihr dürft gespannt sein und euch auf eine Menge guter Rezepte freuen.

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